Mach mit bei der Online-Demo am Tag der Kuh 10.07.2026

Mach mit bei der Online-Demo am Tag der Kuh 10.07.2026

· 2026-05-22

Gemeinsam für Rinder ohne Ketten: Große Allianz startet Kampagne

Gemeinsamer Aufruf: Vier Organisationen fordern sofortiges Ende der Anbindehaltung

Eine breite Allianz aus Tierschutzorganisationen hat sich formiert, um ein längst überfälliges Thema auf die politische Agenda zu setzen: Die dauerhafte Anbindehaltung von Rindern in Deutschland. Unter dem Motto „Kette weg!" starten PROVIEH, die Deutsche Tier-Lobby (DTL), animals united und die DJGT eine gemeinsame Offensive. Der Höhepunkt der Kampagne ist eine Online-Demo am Internationalen Tag der Kuh.

Der Status Quo: Zehntausende Rinder in Ketten

Trotz moderner Diskussionen über artgerechte Tierhaltung und steigendes Bewusstsein der Konsumenten für die Herkunft ihrer Lebensmittel, herrschen in Teilen der deutschen Landwirtschaft noch Zustände, die aus tierschutzfachlicher Sicht als nicht mehr vertretbar gelten. Die Anbindehaltung, bei der Rinder permanent an einem Platz fixiert sind, schränkt die natürlichen Bewegungsmöglichkeiten der Tiere massiv ein.

Laut den aktuellen Daten, die der Kampagne zugrunde liegen, werden noch immer circa 10 Prozent der Rinder in Deutschland dauerhaft angebunden gehalten. Diese Zahl verdeutlicht, dass es sich nicht um ein Nischenproblem handelt, sondern um ein strukturelles Defizit im deutschen Tierschutzrecht. Für die beteiligten Organisationen ist dies ein unhaltbarer Zustand, der eines der ältesten Nutztiere unserer Kulturlandschaft betrifft.

Kampagne „Kette weg!": Klare Forderungen ohne Kompromisse

Die neu gestartete Kampagne „Kette weg!" zielt darauf ab, politischen Druck aufzubauen und ein bundesweites Verbot der Anbindehaltung zu erwirken. Dabei positionieren sich die Initiatoren deutlich gegen politische Verzögerungstaktiken. In der Vergangenheit wurden Verbote von Haltungsformen oft durch lange Übergangsfristen verwässert, die das Leid der Tiere unnötig in die Länge ziehen.

Die Forderungen der Allianz sind daher präzise formuliert und lassen wenig Spielraum für Interpretationen:

  • Bundesweites Verbot: Die Anbindehaltung muss in ganz Deutschland untersagt werden.
  • Keine Übergangsfristen: Die Organisationen fordern, dass das Tierleid nicht durch lange Fristen zur Umstellung verlängert wird.
  • Verbindliche Mindeststandards: Bis das vollständige Verbot greift, müssen verbindliche Mindeststandards sicherstellen, dass die Situation der Tiere nicht weiter verschlechtert wird.

Diese strikte Haltung unterstreicht den Dringlichkeitscharakter der Kampagne. Es geht den Unterzeichnern nicht um eine schrittweise Verbesserung, sondern um das schnelle Ende einer Haltungsform, die die Grundbedürfnisse der Rinder ignoriert.

Gemeinsam sind wir lauter: Eine starke Allianz

Ein besonderes Merkmal dieser Initiative ist die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure im Tierschutz. PROVIEH hat sich mit der Deutschen Tier-Lobby (DTL), animals united und der DJGT zusammengetan. Diese Kooperation signalisiert Stärke und Einheit. In der politischen Lobbyarbeit ist es oft entscheidend, mit einer Stimme zu sprechen, um Gehör zu finden.

Durch den Zusammenschluss dieser vier Organisationen wird die Reichweite der Forderungen maximiert. Die Botschaft ist klar: Das Ende der Anbindehaltung ist keine Forderung einer einzelnen Gruppe, sondern ein konsensuales Anliegen der organisierten Tierrechtsbewegung in Deutschland.

Internationale Aufmerksamkeit am 10. Juli 2026

Um die Forderungen nach außen zu tragen und die Öffentlichkeit zu mobilisieren, wurde ein konkreter Aktionstag gewählt. Am 10. Juli 2026 findet der Internationale Tag der Kuh statt. PROVIEH nutzt dieses Datum, um zu einer großen Online-Demo aufzurufen.

Diese digitale Form des Protests ermöglicht es Menschen im ganzen Land, teilzunehmen, ohne reisen zu müssen. Es ist ein niedrigschwelliges Angebot, um Solidarität mit den betroffenen Tieren zu zeigen. Die Organisation betont, dass jede Stimme zählt, um die politische Entscheidungsträger auf die Missstände aufmerksam zu machen.

So können Sie teilnehmen

Die Teilnahme an der Online-Demo ist der zentrale Handlungsschritt, zu dem die Allianz aufruft. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich digital zu vernetzen und Teil der Forderung zu werden. Die Kampagne bietet auf ihrer Website detaillierte Informationen darüber, wie die Teilnahme konkret aussieht und wie man die Botschaft in den eigenen sozialen Netzwerken verbreiten kann.

Für alle, die sich für den Schutz von Nutztieren einsetzen wollen, ist dies eine konkrete Möglichkeit, aktiv zu werden. Die Kombination aus fundierten Forderungen, einer starken Allianz und einem festen Aktionstermin macht diese Kampagne zu einem wichtigen Meilenstein im aktuellen Tierschutzdiskurs.

Quellen und weiterführende Informationen:
PROVIEH Kampagnenseite: https://www.provieh.de/so-nimmst-du-teil/
Ausgangsbasis: Instagram-Caption PROVIEH (Stand: Kampagnenstart)

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