Ermittlungen gegen Soko Tierschutz eingestellt

Ermittlungen gegen Soko Tierschutz eingestellt

· 2026-08-06

Ermittlungen gegen Soko Tierschutz eingestellt

Die Staatsanwaltschaft München I hat das Ermittlungsverfahren gegen die Soko Tierschutz eingestellt. Der Bayerische Bauernverband hatte im Frühjahr 2026 Strafanzeige wegen des Verdachts der Untreue gegen drei Vorstandsmitglieder erstattet. Der Vorwurf: Spendengelder seien nicht ordnungsgemäß verwendet worden — konkret ging es um den Kauf eines Wohn- und Geschäftshauses in Oberbayern.

Knapp vier Wochen nach Bekanntwerden der Ermittlungen ist nun Schluss. Kein hinreichender Tatverdacht, so die Staatsanwaltschaft. Auch das Finanzamt München hat dem Verein für die Jahre 2023 bis 2025 die Gemeinnützigkeit ausdrücklich bestätigt.

Worum es konkret geht

Soko-Tierschutz-Chef Friedrich Mülln spricht von einer „niederträchtigen Schmutzkampagne" des Bauernverbands. Er kündigt neue Enthüllungen an.

Warum das für Tiere wichtig ist

Der Bayerische Bauernverband äußerte sich nicht substantiell. Man prüft eine Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens.

Was noch offen bleibt

Hintergrund: Die Soko Tierschutz schleust verdeckt Mitarbeiter in Betriebe ein, dokumentiert tierquälerische Praktiken und zeigt Landwirte an. Einer der spektakulärsten Fälle: Tierquälereien auf einem großen Milchviehbetrieb in Bad Grönenbach. Wegen der Vorwürfe von 2019 läuft derzeit der Prozess vor dem Landgericht Memmingen.

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