Zwei junge Bären sind zurück im Wald
Duli und Atsu waren einst verwaiste Asiatische Schwarzbärenjunge. Jetzt gibt es die Nachricht, für die Wildtier-Reha überhaupt gemacht wird: Nach Monaten der Pflege, Auswilderung und Kontrolle leben beide wieder selbstständig in den Wäldern Nordostindiens.
Gerettet und rehabilitiert wurden sie im Centre for Wildlife Rehabilitation and Conservation (CWRC) in Assam, einer gemeinsamen Initiative von IFAW und Wildlife Trust of India. Im August 2025 kamen die beiden in den Dehing-Patkai-Nationalpark. Dort begann eine Soft Release: geschützter Übergang, Zusatzfutter, Rückzugsmöglichkeit, Funkhalsbänder und enges Monitoring.
Der schönste Punkt: Bis Februar 2026 hörten Duli und Atsu laut IFAW auf, zur Übergangs-Station zurückzukehren. Sie waren nicht mehr auf menschliche Unterstützung angewiesen. Spätere Kamerafallen zeigten die beiden frei im Wald, kletternd und suchend.
Das ist mehr als eine nette Rettungsgeschichte. Asiatische Schwarzbären stehen in Teilen Asiens durch Lebensraumverlust, Mensch-Wildtier-Konflikte und Wilderei unter Druck. Jede gelungene Rückkehr zeigt: Professionelle Rehabilitation kann funktionieren, wenn Tiere nicht nur „gerettet“, sondern wirklich auf ein wildes Leben vorbereitet werden.
Und die Zahlen machen Mut: IFAW und WTI berichten von über zwei Jahrzehnten Bären-Reha in Indien. Am Centre for Bear Rehabilitation and Conservation wurden 83 Bärenjunge aufgenommen, 49 davon erfolgreich ausgewildert. Über mobile Veterinärdienste in West-Assam kamen weitere 16 Jungtiere in Betreuung, neun wurden wieder freigelassen.
Good News heißt nicht: Alles ist gut. Good News heißt: Es gibt Arbeit, die wirkt. Duli und Atsu sind jetzt wieder dort, wo sie hingehören: im Wald.
Bildhinweis: KI-generierte Illustration, keine Originalaufnahme.
Quelle: IFAW, „Duli and Atsu are finally living wild and free in India’s forests“, 22.06.2026
tierschutz-redaktion.de
Quellen: IFAW
