Qualzucht: Nicht süß, sondern krank gezüchtet

Qualzucht: Nicht süß, sondern krank gezüchtet

· 2026-07-27 · Quelle ↗

Qualzucht: Nicht süß, sondern krank gezüchtet

Kurze Schnauzen, Faltohren, fehlendes Fell oder extreme Körperformen wirken auf Social Media oft „niedlich“. Für viele Tiere bedeutet genau dieses Aussehen aber Atemnot, Schmerzen, Entzündungen oder ein Leben mit eingeschränkter Bewegung und Kommunikation.

Der Deutsche Tierschutzbund nennt Beispiele: Möpse und Französische Bulldoggen leiden häufig unter Atemproblemen; Scottish-Fold-Katzen tragen einen Gendefekt, der Knochen und Knorpel im ganzen Körper schädigen kann; Nacktkatzen ohne Tasthaare verlieren einen wichtigen Sinn.

Worum es konkret geht

Auch die Bundestierärztekammer warnt seit Jahren vor extrem kurznasigen Hunden und Katzen. Ihr Flyer trägt den klaren Titel: „Kurznasen und Glubschaugen: Nicht süß, sondern gequält“.

Was die Quelle zusätzlich einordnet

  • Qualzucht bedeutet lebenslanges Leid für Tiere Ob Mops, Französische Bulldogge oder Schottische Faltohrkatze: Viele beliebte Haustierrassen sind Qualzuchten.
  • Die Tiere müssen ein qualvolles Leben ertragen, denn wegen ihrer jahrelangen Zucht auf bestimmte Merkmale bekommen sie schwer Luft, sind taub oder allgemein krankheitsanfälliger.
  • Menschen verursachen dieses Leid, indem sie sich Hunde, Katzen und weitere Heimtiere nach ihren optischen Wünschen „designen“.
  • Was viele Halter*innen niedlich finden, ist für die Tiere eine Qual: Um bei Hunden, Katzen und Co.
  • optische Merkmale wie Kulleraugen, ein bestimmtes Fellmuster oder eine flache Schnauze zu erreichen, nehmen Menschen Tierleid in Kauf.

Warum das für Tiere wichtig ist

Wichtig ist: Nicht das einzelne Tier ist „falsch“. Falsch ist ein Markt, der Leid als Schönheitsideal verkauft. Wer ein Tier aufnehmen möchte, sollte nicht nach Trendoptik kaufen, sondern fragen: Kann dieses Tier gesund atmen, laufen, sehen, hören und artgerecht leben?

Was noch offen bleibt

Aufklärung beginnt da, wo wir „süß“ nicht mehr über Leid stellen.

Was Leserinnen und Leser tun können

Informieren Sie sich weiter über die genannten Quellen, teilen Sie diesen Beitrag in sozialen Netzwerken und unterstützen Sie Tierschutzorganisationen in ihrer Arbeit. Politische Beteiligung – etwa durch Bürgerinitiativen oder Kontakt zu Abgeordneten – kann zusätzlich Druck für Verbesserungen im Tierschutz aufbauen.

Quellen: Deutscher Tierschutzbund: Qualzucht – lebenslanges Leid für Hund, Katze & andere Tiere | Bundestierärztekammer: Qualzuchten / Kurznasen und Glubschaugen | QUEN Qualzucht-Datenbank: Einführung Qualzucht

Mehr zu unserer Arbeitsweise: Quellen und Transparenz.